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Chronik der Sparte Kegeln

 

Kegeln – eine Sportart mit langer Tradition

 

 

Bereits seit 1905 wurde in Heiddorf in der Wirtschaft „Rose“ (jetziger Eichenhof) gekegelt. Leider gab es über das Vereinsleben bedauerlicherweise keine Informationen von Zeitzeugen. Am 13.07.1962 wurde aus Spaß- und Freizeitkegeln die „Rotation Neu Kaliß“.

 

Es wurde auf einer Zweibahnanlage im Eldelokal „ Roter Pullover“ gekegelt, die man in den 20iger Jahren erbaut hatte. In den letzten Kriegsjahren wurde sie jedoch als notdürftiges Quartier genutzt und konnte erst in den 50iger Jahren wieder als Kegelbahn genutzt werden.

 

Der Zustand der Bohlen war so schlecht, dass der Pudel keine Seltenheit war. Es wurde pro Pudel 0,10 Pfennig kassiert. Das ließ die Kasse natürlich klingeln, allerdings mussten die Kegel noch von Hand aufgestellt werden und die Kinder bekamen dafür 1,50 Mark was die Kasse dann wieder schmälerte. Im April wurde dann mit dem Bau der neuen Kegelbahn auf dem Gelände der alten Papierfabrik begonnen. Es wurden von vielen Freiwilligen über 700 Arbeitsstunden geleistet.

 

Mit dem Männerturnier Dömitz/Alt-Jabel wurde am 12.12.1970 die neue Kegelbahn eingeweiht. Der Durchbruch war geschafft, aus unserem Kreis traten sieben Jugendmannschaften zum Leistungsvergleich an. Durch die neue Bahn verbesserte sich die Lage im Kreis der Damen- und Herrenmannschaft. Die neue Kegelahn wurde recht bald mit spannenden Punktspielen belebt, so dass die Frauen 1972 Kreismeister wurden und die Männer in die Kreisliga aufstiegen. Und auch die weibliche Jugend spielte sehr erfolgreich und wurde Kreis- und Bezirksmeister, sowie Spartakiadesieger. Sie nahmen am DDR-Ausscheid in Leipzig teil und so setzten sich die Erfolge über Jahre fort.

 

Ein dreifaches "GUT HOLZ"

 

Nach der Wende verringerten sich leider die Mitgliedschaften, der außerschulische Sport wurde nicht mehr so intensiv gefördert und die Begeisterung bei der Jugend ließ nach. Dieses Problem hatten mehre Sektionen im Kreis, erschwerend für uns kam durch die Stilllegung der alten Papierfabrik hinzu, dass wir dadurch kein Wasser und keine Heizung mehr hatten. Trotzdem ließen wir uns nicht davon abhalten den Trainingsbetrieb und die Punktspiele weiterhin durchzuführen.

Nur durch Eigeninitiative vieler Bürger und Mitglieder konnte die Kegelbahn im Jahr 1998 von der Treuhand wieder an die Gemeinde Neu Kaliß übergeben werden. Zum 30-jährigen Jubiläum im Jahr 2000 wurden nochmal ehemalige Kegelmitglieder eingeladen. Darunter war Irma Darchau, die mit ihren 80 Jahren nochmal ein paar Kugeln schob.

 

Leider verließ uns im Jahr 2002 das Glück. Das Hochwasser hatte ganze Arbeit geleistet, trotz aller Bemühungen war die Kegelbahn unbrauchbar geworden.

 

Trotzdem hatten wir Glück im Unglück und der Polzer Sportverein stellte uns seine Kegelbahn bis zur Findung einer Lösung zur Verfügung.

Im Jahr 2004 entstand dann in der ehemaligen Realschule eine neue Vierbahnanlage. Auch hier wurden zahlreiche Stunden für Abriss-, Aufbau- uns Malerarbeiten geleistet, insgesamt wurden 158.000 € investiert.

 

Im Jahr 2005 konnte die neue Kegelbahn „Zum Pudelkönig“ dann vom Bürgermeister Burkhard Thees und vom derzeitigen Vereinsvorsitzen Wolgang Helinski eröffnet werden. Auch diesmal wurde zum Pokalturnier eingeladen und der Spaß am Kegeln und die Erfolge stellten sich schnell wieder ein. Und auch konnten wieder neue Mitglieder bei den Männern, Frauen , Jugendlichen und Kindern begrüßt werden.

 

 

 

In den letzten Jahren hatten wir nur noch mit kleinen Auf´s und Ab´s zu tun, so dass wir im Jahr 2012 wieder mit viel Spaß und diversen Erfolgen unser 50-jähriges Jubiläum feiern konnten.

 

Unser Fazit: Ein Kegler lässt sich von nichts unterkriegen, nicht mal von einem Jahrhunderthochwasser.

 

"GUT HOLZ"

 

 

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